Zu Beginn des Bachelorstudiums verlaufen alle drei mathematischen Studiengänge gleich ab, Unterschiede gibt es erst ab dem dritten Semester. Davor werden Grundkenntnisse in Analysis, linearer Algebra und Maß- und Wahrscheinlichkeitstheorie erarbeitet, mit deren Methoden über die nächsten Semester weitergearbeitet wird. Alle dieser Bachelorstudien werden in deutscher Sprache abgehalten.
Technische Mathematik
Der Bachelorstudiengang Technische Mathematik befasst sich mit kritischem Verständnis der Mathematik und deren Anwendung in Bereichen wie Numerik, Geometrie oder dem Modellieren und Lösen von (partiellen) Differentialgleichungen. Im Vordergrund steht insbesondere das Formulieren und eigenständige Lösen von mathematischen Problem. Die Fächer Algebra, Maß- und Wahrscheinlichkeitstheorie, partielle Differentialgleichungen und Funktionalanalysis laden auch zu Vertiefungen in den Gebieten ein, in der Form gebundener Wahlfächer. Dabei bieten sich nach dem Abschluss Berufsfelder wie Naturwissenschaften, Technik, Informatik und Finanz an, sowie weiterführende Studien.
Statistik und Wirtschaftsmathematik
Der Bachelorstudiengang Statistik und Wirtschaftsmathematik vermittelt Studierenden die Kompetenzen, ein breites Spektrum statistischer und ökonomischer Fragestellungen zu analysieren und zu lösen. Das Programm bietet fundiertes und hochaktuelles Wissen in quantitativen Methoden für die statistische und ökonomische Analyse. Die Bachelorarbeit rundet den Studiengang ab und im Anschluss bietet der Master Statistics – Probability – Mathematics in Economics eine Weiterbildungsmöglichkeit.
Absolvent_innen sind hervorragend für Karrieren in Forschung, Politikberatung, öffentlichem Sektor sowie Privatwirtschaft gerüstet. Sie arbeiten unter anderem in Zentralbanken, Regierungsbehörden, (inter-)nationalen Institutionen, der Unternehmensberatung, bei Finanzmarktakteuren, Energiesektor, in der Industrie und in datengetriebenen Startups (z. B. aus den Bereichen Tech, FinTech, HealthTech oder E-Commerce). Einige absolvieren zudem ein Promotionsstudium an renommierten Universitäten im Ausland.
Die Kombination aus mathematischer und ökonomischer Expertise macht die Absolvent_innen zu gefragten Fachkräften in einer zunehmend komplexen und datenorientierten Welt.
Finanz- und Versicherungsmathematik
Im Bachelorstudiengang Finanz- und Versicherungsmathematik erwirbt man neben grundlegenden mathematischen Kenntnissen auch spezialisiertes Wissen der Finanz- und Versicherungsmathematik sowie ein Verständnis für die rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen dieser Bereiche. Im Anschluss an das Bachelorstudium kann der aufbauende Masterstudiengang Financial and Actuarial Mathematics besucht werden, der eine Spezialisierung in den Finanzmathematik- oder Versicherungsmathematikzweig beinhaltet.
Ein typisches Berufsbild nach dem Studium ist das des Aktuars/der Aktuarin - ein(e) Mathematiker_in, der/die sich auf Risikoanalyse spezialisiert hat. Aktuar_innen sind gefragte Expert_innen bei den Versicherungen, bei Pensionskassen, in der Unternehmensberatung oder bei Finanzdienstleistern und werden daher sehr gut bezahlt. Die TU Wien ist die einzige Universität in Österreich, die die vollständige theoretische Aktuarausbildung anbietet. Neben der Versicherungsmathematik sind viele Absolvent_innen auch im Bereich Finanzmathematik tätig, etwa im Risikomanagement, bei Banken, Investmentgesellschaften, Hedgefonds oder in der Unternehmensberatung. Dort analysieren sie komplexe Finanzprodukte, bewerten Derivate, optimieren Portfolios oder entwickeln Modelle zur Steuerung von Marktrisiken.